Kindergeld und Steuerfreibetrag — was passt zu dir?
Erfahre, wann Kindergeld sinnvoller ist und wann du vom Freibetrag profitierst.
Zum ArtikelWie du dein Elterngeld maximierst und welche Varianten zu deiner Familie passen. Vom Basiselterngeld bis zur ElterngeldPlus.
Das Elterngeld ist eine der wenigen staatlichen Leistungen, wo du wirklich selbst entscheidest, wie es für dich am besten funktioniert. Manche Eltern nehmen 12 Monate hintereinander, andere verteilen es über 24 Monate. Es gibt da keine falsche Antwort — nur die, die zu deiner Situation passt.
Die gute Nachricht? Mit etwas Planung kannst du deutlich mehr herausholen. Nicht nur beim Elterngeld selbst, sondern auch bei deiner Rückkehr in den Job und wie du die erste Zeit mit dem Kind gestaltest. Wir zeigen dir, wie das geht.
Es gibt drei verschiedene Arten, wie du Elterngeld bekommst. Jede hat ihre eigenen Regeln — und genau das macht es interessant.
Du bekommst 12 bis 14 Monate (je nach Partnerschaft). Die Höhe beträgt bis zu 1.800 Euro monatlich. Das ist die Standard-Variante, die meisten wählen sie.
Die Monatsrate ist kleiner (bis 900 Euro), dafür bekommst du doppelt so viele Monate. Perfekt, wenn du schneller teilweise zurück in den Job willst.
4 zusätzliche Monate, wenn beide Partner zeitgleich arbeiten und Elterngeld beziehen. Das gibt dir mehr Flexibilität insgesamt.
Die vier Partnerschaftsmonate sind eine unterschätzte Möglichkeit. Das funktioniert so: Wenn du und dein Partner zeitgleich zwischen 30-36 Stunden arbeitet und gleichzeitig ElterngeldPlus bezieht, bekommt ihr 4 Extra-Monate. Manche Paare teilen sich das komplett, andere nutzen es für Übergangsphasen.
Ein realistisches Beispiel: Die Mutter nimmt 12 Monate Basis, dann 4 Monate ElterngeldPlus mit 20 Stunden Teilzeit. Der Vater nimmt sich die 4 Partnerschaftsmonate mit 25 Stunden Teilzeit. Ergebnis? Die Familie hat 16 Monate mit Elterngeld-Unterstützung insgesamt, beide Partner sind nie ganz aus dem Job weg, und das Kind hat abwechselnd Zeit mit Mama und Papa. Das funktioniert wirklich.
Bevor du dich anmeldest, solltest du diese Punkte klären. Das spart dir später Ärger und maximiert dein Elterngeld.
Das ist die Grundlage für die Elterngeld-Höhe. Dein Durchschnittseinkommen bestimmt alles. Wenn du gerade Bonus bekommen hast oder längere Zeit krank warst, kann das die Berechnung ändern.
Rechne mindestens 3 Szenarien durch: 12 Monate Basis, 24 Monate ElterngeldPlus, und eine Mischform. Nutze die Elterngeld-Rechner vom Bundesfamilienministerium — die sind kostenlos.
Nicht allein entscheiden. Wenn ihr beide arbeitet, macht die Aufteilung einen riesigen Unterschied. Partnermonate brauchen Planung von beiden Seiten.
Wenn du Teilzeit arbeiten willst: Sprich mit deinem Arbeitgeber, bevor du dich fürs Elterngeld anmeldest. Die Teilzeit-Info brauchst du für die Berechnung.
Das Elterngeld wird rückwirkend maximal 3 Monate vor Antragstellung gezahlt. Du musst den Antrag also spätestens 3 Monate nach der Geburt stellen, um nichts zu verlieren.
Elterngeld ist nicht immer das volle Gehalt. Wenn du von 3.000 Euro auf 1.800 Euro sinkst, musst du das einplanen. Ersparnisse helfen, den Übergang entspannter zu gestalten.
Zahlen sind abstrakt. Hier sind drei reale Szenarien, die zeigen, wie unterschiedlich Elterngeld-Planung aussehen kann.
Sarah verdient 2.800 Euro brutto. Sie nimmt 12 Monate Basiselterngeld (1.680 Euro monatlich) und ihr Partner nimmt 2 Monate (die Partnerschaftsmonate). Insgesamt 14 Monate Elterngeld, Sarah ist völlig raus aus dem Job. Sie hat Zeit für das Kind und muss sich nicht nebenbei um Arbeitsaufträge kümmern. Nach 14 Monaten geht sie wieder Vollzeit arbeiten. Das ist die klassische Lösung.
Julia verdient 2.500 Euro, Tom 2.200 Euro. Sie verteilen sich die Zeit anders: Julia nimmt 10 Monate Basis (1.500 Euro) und 6 Monate ElterngeldPlus mit 20 Stunden Teilzeit. Tom nimmt 2 Monate Basis und 4 Monate ElterngeldPlus mit 25 Stunden. Sie nutzen auch die 4 Partnerschaftsmonate. Insgesamt bekommt die Familie 26 Monate Elterngeld, beide sind beruflich nicht komplett weg, und das Kind wird von beiden Eltern betreut.
Mona ist Freelancerin und verdient unregelmäßig (durchschnittlich 1.800 Euro). Sie nimmt 6 Monate komplett Basiselterngeld, dann 8 Monate ElterngeldPlus mit 15 Stunden Teilzeit (ca. 400 Euro). Das reduziert ihr Elterngeld auf etwa 350 Euro monatlich, aber kombiniert mit ihrem Teilzeit-Einkommen (etwa 600 Euro) hat sie trotzdem über 950 Euro. Ihr Elterngeld-Bezug läuft länger, aber sie bleibt beruflich aktiv und verdient durchgehend Geld.
Jede Familie ist anders. Was für Sarah funktioniert, ist für Julia nicht richtig. Rechne deine Zahlen durch und vergleiche die Szenarien.
Basis gibt dir schneller mehr Geld, Plus gibt dir mehr Monate und mehr Flexibilität. Oft ist eine Mischung am sinnvollsten.
4 Extra-Monate für beide Partner gleichzeitig? Das ist eine echte Chance. Nutze sie für deine Familie.
Du hast 3 Monate rückwirkend Zeit, deinen Antrag zu stellen. Danach verfällt das Geld. Plan also schon in der Schwangerschaft.
Elterngeld ist kompliziert, aber mit etwas Zeit lässt sich da wirklich Geld und Zeit sparen. Es lohnt sich, das durchzudenken.
Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung über Elterngeld und seine Varianten. Sie stellen keine persönliche Rechtsberatung dar. Die genaue Berechnung deines Elterngeld-Anspruchs hängt von deiner individuellen Situation ab — von deinem Einkommen, deiner Betriebszugehörigkeit, deiner Partnerschaftssituation und vielen weiteren Faktoren. Die Höhe und Dauer ändern sich regelmäßig durch neue Gesetze. Für eine verbindliche Auskunft wende dich an deine zuständige Elterngeldstelle oder einen Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.